Die Umgebung

Wohlfühlen hängt auch von äußeren Dingen ab, zum Beispiel wie wir wohnen oder womit wir uns umgeben. Es reicht von dem, was unser Auge nur flüchtig streift bis zu den bewusst ausgewählten Gegenständen, die uns erinnern, bis hin zur sogenannten Leibspeise und dem möglicherweise selbst gepflückten Blumenstrauß. Im Sankt Johannes Seniorenzentrum legen wir viel Wert auf die Kleinigkeiten, die man viel zu oft vergisst.

Liebgewonnenes

Dass sich Menschen von Anfang an bei uns wohlfühlen können, liegt uns sehr am Herzen. Deshalb bitten wir neue Bewohner, sich persönlich mit dem, was man über Jahre liebgewonnen hat, woran die Erinnerung hängt und was das eigene Leben geprägt hat, einzurichten. Das kann ein gemütlicher Sessel sein oder eine ganze Couchgarnitur. Aber auch kleine Dinge wie Bastelarbeiten der Enkel, schöne Bilder, Sammelteller oder geliebte Bücher und Alben tragen zu einem persönlich gestalteten Umfeld bei.

Zwar sind es meist weniger Quadratmeter als in der bisherigen Wohnung, die in unseren Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, aber für Liebgewonnenes findet sich immer Platz.

Die Wäsche- und Kleiderpflege ist uns wichtig. In der hauseigenen Wäscherei übernehmen wir diesen Dienst mit viel Umsicht und Sorgfalt.

Gärten zum Wohlfühlen

Bei uns ist die Natur ein wichtiger Bezugspunkt für das tägliche Wohlgefühl. Dazu gehören die gepflegten Gärten und Grünanlagen, die zu jeder Jahreszeit ihren Reiz entfalten. Seien es der Anblick der ersten Frühblüher, die voll entfaltete Sommerpracht oder die herbstlichen Stauden mit ihren Fruchtständen. Das Kernobst von den Bäumen der Streuobstwiese oder die reifen Himbeeren und Johannisbeeren können geerntet werden.

Für Menschen mit einer Demenzerkrankung wurde eigens ein geschützter Mitmach- und Sinnesgarten entwickelt, der ihren Bedürfnissen entspricht und viel Sicherheit bietet. Vom Obergeschoss des Franz Jordan Hauses kann der Garten mittels Aufzug leicht erreicht werden. Im Garten gibt es verschiedene Wohlfühl-Orte: der Quellstein, der Bildstock, das Hochbeet mit seinen Duftpflanzen, die Sitzgelegenheit am Hühner- und Hasenstall. So ist Abwechslung und Anregung möglich. 

Ausstattung und haptische Wahrnehmung

Bei der Innenausstattung wurde auf erlebnisintensive Wahrnehmungen durch Textilien, Holz und Stein Wert gelegt. Hier wird Wohlfühlen nicht nur sichtbar, sondern über verschiedene Oberflächenstrukturen wie Holzmaserungen und Gewebestrukturen fühlbar.

Handläufe aus naturbelassenem, geöltem Eichen- oder Buchenholz bieten nicht nur sicheren Halt, sondern auch angenehm warmen Hautkontakt. Sessel und Sofas zum Ausruhen sind mit hochwertigem Strukturgewebe bezogen, bei denen der Komfort sofort fühlbar ist. Alle Dekorationen, Möbeloberflächen und Bilder wurden unter diesem Erlebnisaspekt zusammengestellt.

Hinzu kommen fantasiereiche Gestaltungen mit Form und Farbe, die die Verbindung mit der umgebenden Natur suchen. Knospende Zweige, die sich auf einer Tapete verästeln, in Acryl gegossenes Herbstlaub als frei schwebender Raumschmuck, textile Blüten und Gräser, die Flure auflockern. All das schafft eine freundliche und harmonische Atmosphäre, die sich unbewusst auf das Wohlergehen auswirkt. 

Emotional

Wohlfühlen in der Lebensumgebung

  • Genusserlebnis mit frischer, regionaler Küche, inkl. Leibspeisen 
  • Wohnen wie in den eigenen vier Wänden mit lieb gewonnenen Dingen
  • Wohnen im Kontakt mit der Natur durch eigene Gärten und Anlagen
  • Wahrnehmung schärfen im Sinnes- und Erlebnisgarten für Menschen mit Demenzerkrankung
  • Lebendigkeit spüren: Füttern, streicheln und umsorgen im Hühner- und Hasenstall
  • Komfort und Behaglichkeit erfahren durch eine anregende Innenausstattung